Selbstbestimmtes Lernen
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Der in der Reformpädagogik geprägte Begriff Selbstbestimmtes Lernen bezeichnet die Methode, nach der Lernende selbst bestimmen, was sie wann, wo, wie und mit wem zusammen lernen.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Historisch
Selbstbestimmtes Lernen besagte, dass die Lernenden nicht auf Grund von Lehrplänen, sondern auf Grund ihrer individuellen Erfahrung selbst bestimmten, was sie lernen wollten. Für John Dewey in der von ihm gegründeten Laborschule in Chicago und Berthold Otto in der Hauslehrerschule in Berlin war das selbstbestimmte Lernen die zentrale Kategorie ihres Schul- und Unterrichtkonzeptes.
[Bearbeiten] Gegenwart
Beim selbstbestimmten Lernen der Gegenwart legt der Lernende Lernziel und Lerngegenstand selbst ohne Rücksicht auf fremde Vorgaben (z.B. Lehrplan) fest. Selbstbestimmtes Lernen wird in der Literatur oft synonym mit offenem Lernen benutzt.
In der Schulpraxis wurde selbstbestimmtes Lernen gerne im Zusammenhang mit reformpädagogischen Unterrichtskonzepten wie z.B. Freiarbeit oder mit der Freinet- und der Montessori-Pädagogik gebraucht, allerdings mit verschiedenem Bedeutungsumfang.
Im wissenschaftlichen Gebrauch war selbstbestimmtes Lernen nicht eindeutig definiert. Das offene Lernen hat diese Unbestimmtheit durch Bestimmungsraster in Bezug auf verschiedene Dimensionen und Grade der Offenheit beendet.
In der Subjektwissenschaft bedeutet selbstbestimmtes Lernen, dass der Lernende uneingeschränkt Subjekt seiner eigenen Lernprozesse ist. (Klaus Holzkamp)
[Bearbeiten] siehe auch
[Bearbeiten] Weblinks
- Grundschule Harmonie - Schule die selbstbestimmtes Lernen als durchgängiges Unterrichsprinzip anwendet. War nominiert für den deutschen Schulpreis 2007.
- Offener Unterricht - Webseite zum offenen Unterricht

