Deborah Butterfield

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Deborah Butterfield: Denver Botanic Gardens
Deborah Butterfield: Styx statue, Whitman College

Deborah Kay Butterfield (* 7. Mai 1949 in San Diego) ist eine amerikanische Bildhauerin. Zusammen mit ihrem Ehemann, dem Künstler John Buck, lebt sie auf einer Farm in Bozeman, Montana oder in einem Atelier auf Hawaii. Sie ist bekannt für ihre Pferdeskulpturen aus Fundstücken, vor allem aus Holzteilen, aber auch aus Metall.[1]

Deborah Butterfield wurde am 75. Jahrestags des Kentucky Derby geboren und schreibt die Inspiration für ihr Hauptthema auch diesem Geburtsdatum zu.[2] Sie hätte sich zwar lieber dem Motiv des weiblichen Körpers gewidmet, dieses wurde allerdings bereits von ihrem Mentor Manuel Neri besetzt. Stattdessen entschied sie sich, metaphorische Selbstporträts mit Bildern von Pferden zu erstellen. Allmählich wurden die Pferde selbst zu ihrem Hauptthema. 1972 erwarb Butterfield ihren Bachelor-Abschluss an der University of California, Davis mit Auszeichnung[3] und 1973 dort auch einen „Master of Fine Arts“. Sie lernte dort den Bildhauer John Buck kennen, den sie 1974 heiratete.[1] Deborah Butterfield lehrte von Mitte der 1970er bis Mitte der 1980er Jahre Bildhauerei an der University of Wisconsin–Madison und an der Montana State University – Bozeman.[4] Seit 1986 verbringt Butterfield ihre Sommer in Montana und ihre Winter auf Hawaii.[5]

Butterfields Arbeiten wurden vielfach ausgestellt und es gibt bei Kunstsammlern eine große Nachfrage nach ihren Skulpturen. Ihre frühesten Arbeiten aus der Mitte der 1970er Jahre wurden aus Stöcken, Schlamm, Ton und natürlichen Abfällen hergestellt, die sie auf ihrem Grundstück in Bozeman, Montana sammelte. “The materials and images were meant to suggest that the horses were both figures and ground, merging external world with the subject.”[3][6] In den frühen 1980er Jahren begann sie mit der Herstellung von Pferden aus Altmetall und Bronzeguss. Sie formte ein Stück aus Holz und anderen Materialien, die mit Draht zusammengehalten wurden, und fotografierte das Stück dann aus allen Winkeln, um das Stück aus Metall wieder zusammensetzen zu können.[1] Deborah Butterfield wählt Holzstücke aus, die die Form und Gestik des Pferdes umreißen. Die Holzstücke werden dann in Bronze gegossen, wobei das Holz weggebrannt wird.[7] Die Künstlerin wird von den Dingen inspiriert, die sie sieht. Sie findet und identifiziert interessante Objekte, mit denen sie arbeiten und in ihre Kunst integrieren kann.[8]

Pferde als Metapher

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Butterfield nutzte die Skelettpferde zunächst als Metapher für sich selbst, als seine Art Selbstporträt.[9] Es handelte sich dabei um riesige, ruhige und sanfte „Gipsstuten“, die einen starken Gegensatz zu den meist wütenden Schlachtrossen in der Kunst darstellten und zugleich in der Lage sind, Leben zu schaffen und zu nähren. Insofern sollen die Pferdebilder laut Butterfield auch ein feministisches Statement abgeben.[10] Die folgende Pferde-Serie bestand aus Matsch und Stöcken. “For me they represented the process of attitudes and feelings taking shape after a flood of experiences.”[3] Wie die Kunstjournalistin Grace Glück in der New York Times schreibt, betrachtet Butterfield das Training, das Reiten und die Bindung zu Pferden, wie sie es auf ihrer Farm in Montana tut, als Personifikationen ihrer selbst.[11]

Deborah Butterfield ist in zahlreichen Galerien und Museen vertreten:

  • Danese/Corey, New York
  • Anglim Gilbert Gallery, San Francisco
  • Greg Kucera Gallery, Seattle, Washington
  • LA Louver, Los Angeles, California
  • Zolla/Lieberman Gallery, Chicago, Illinois
  • Honolulu Museum of Art[12]
  • Rockwell Museum (Corning, N.Y)
  • Whitney Museum of American Art (New York City)
  • Madison Museum of Contemporary Art (Madison, WI)
  • Metropolitan Museum of Art (New York City)
  • Delaware Art Museum (Wilmington, Delaware)
  • Boise Art Museum[13]
  • Albrecht-Kemper Museum of Art (St. Joseph, Missouri)
  • Neuberger Museum of Art (Purchase, New York)

Butterfield nahm außerdem 1989 an der Ausstellung „Women's Art show, Women's Work: the Montana Women's Centennial Art Survey Exhibition 1889–1989“ im Rockford Art Museum (Rockford, Illinois) teil.

Im Pappajohn Sculpture Park (Des Moines, Iowa) ist Deborah Butterfield mit zwei Skulpturen vertreten: Juno (1989)[14] und Ancient Forest (2009).[15]

Commons: Deborah Butterfield – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. a b c Butterfield's horses ride into MAC opening. East Valley Tribune, 14. September 2005, abgerufen am 30. Mai 2022.
  2. Deborah Butterfield | artnet. Abgerufen am 30. Mai 2022.
  3. a b c Kopf, Vicki: Deborah Butterfield. North Carolina: Wooten Printing Company, 1983, abgerufen am 30. Mai 2022.
  4. Deborah Butterfield. Abgerufen am 30. Mai 2022.
  5. Neal David Benezra; Terry Ann R Neff; Des Moines Art Center.; et al: An uncommon vision : the Des Moines Art Center. Hrsg.: Des Moines : Des Moines Art Center. Hudson Hills Press, New York 1998.
  6. Yellowstone Art Museum (Billings, Mont.); McConnell, Gordon: Making connections: modern and contemporary art on the High Plains, 1945–present : works from the permanent collection of the Yellowstone Art Museum. 2005, ISBN 0-332-46546-2.
  7. Deborah Butterfield. Abgerufen am 30. Mai 2022.
  8. Leigh Yawkey Woodson Art Museum: Mind & Beast Contemporary Artists and the Animal Kingdom. An Exhibition Organized By Thomas H. Garver. 1. Januar 1992.
  9. Deborah Butterfield; Vicki Kopf; Wake Forest University.; Southeastern Center for Contemporary Art.; North Carolina School of the Arts: Deborah Butterfield : artist-in-residence program sponsored by the Rockefeller Foundation: 25 February-17 April, 1983. Winston-Salem, N.C. : The Center, 1983.
  10. Janet Wilson, "The Mane Event," Connoisseur 222 (February 1992)
  11. Grace Glueck: Art in Review: Deborah Butterfield. The New York Times, 16. Januar 2004, abgerufen am 30. Mai 2022.
  12. Honolulu Museum of Art, Spalding House Self-guided Tour, Sculpture Garden, 2014
  13. Boise Art Museum Annual Report 2005–2006, May 1, 2005 – April 30, 2006. Abgerufen am 30. Mai 2022.
  14. Greater Des Moines Public Art Foundation: Juno. Abgerufen am 30. Mai 2022.
  15. Greater Des Moines Public Art Foundation: Ancient Forest. Abgerufen am 30. Mai 2022.