Friedrich Georg Pieschel

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Friedrich Georg Pieschel (* 19. Januar 1819 in Brumby; † 15. August 1886 in Naumburg (Saale)) war ein deutscher Rittergutsbesitzer, Kommunalpolitiker und Parlamentarier.

Friedrich Georg Pieschel wurde als Sohn des Rittergutsbesitzers auf Brumby Friedrich Pieschel geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Halle und Magdeburg begann er an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Rechtswissenschaft zu studieren. 1839 wurde er Mitglied des Corps Borussia Bonn.[1] Als Inaktiver wechselte er an die Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin. Nach dem Examen war er bis 1843 in Naumburg Gerichtsreferendar. Danach bewirtschaftete er sein Rittergut Brumby. Bis 1872 leitete er eine Zuckerfabrik. Anschließend war er Privatier.

Pieschel betätigte sich kommunalpolitisch und war Kreisdeputierter. Von 1852 bis 1855, 1859 bis 1867 und von 1873 bis 1879 gehörte er dem Preußischen Abgeordnetenhaus an. Er lebte als Rentner in Naumburg.

Ein Sohn war Theodor Pieschel (Politiker), ein Enkel Theodor Pieschel (Landrat).

  • Friedrich Karl Devens: Biographisches Corpsalbum der Borussia zu Bonn 1827–1902. Düsseldorf, 1902, S. 104
  • G. G. Winkel: Biographisches Corpsalbum der Borussia zu Bonn 1821–1928. Aschaffenburg 1928, S. 86
  • Bernd Haunfelder: Biographisches Handbuch für das Preußische Abgeordnetenhaus 1849–1867 (= Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band 5). Droste, Düsseldorf 1994, ISBN 3-7700-5181-5, S. 195.
  • Bernhard Mann (Bearb.) unter Mitarbeit von Martin Doerry, Cornelia Rauh, Thomas Kühne: Biographisches Handbuch für das Preußische Abgeordnetenhaus 1867–1918 (= Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band 3). Droste, Düsseldorf 1988, ISBN 3-7700-5146-7, S. 300.

Einzelnachweise

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  1. Kösener Korpslisten 1910, 19/157