Jung RK 8 B

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Jung RK 8 B
Jung RK 8 B der Brohltalbahn
Jung RK 8 B der Brohltalbahn
Jung RK 8 B der Brohltalbahn
Hersteller: Jung
Baujahr(e): 1964–1972
Achsformel: B
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Länge über Puffer: 5.770 mm
Dienstmasse: 15 t
Installierte Leistung: 58,84 kW (80 PS)
Leistungsübertragung: hydraulisch, Antrieb der Achsen mit Kette

Die Jung RK 8 B ist eine Diesellokomotive, die von der Arnold Jung Lokomotivfabrik in Kirchen (Sieg) in wenigstens zwölf Exemplaren gebaut wurde. Sie war vor allem für den Rangiereinsatz im Werksdienst vorgesehen.

Die Typenbezeichnung beschreibt die wesentlichen Merkmale der Lokomotive: Die ersten beiden Großbuchstaben gaben die Bauart der Maschine sowie die Art der Kraftübertragung an. Die nachfolgende Ziffer beschreibt mit Zehn multipliziert die Leistung in PS, der nachfolgende Großbuchstabe beschreibt die Achsfolge. Es handelt sich also um eine Rangierlokomotive mit Kettenantrieb der Achsen vom (hydraulischen) Getriebe, einer Motorleistung von 80 PS und der Achsfolge B, also zwei angetriebenen Achsen. Dieses Bezeichnungsschema ist typisch für die Lokomotiven der dritten und vierten Generation von Jung-Diesellokomotiven. Die RK 8 B ist die leistungsschwächste von insgesamt fünf B-gekuppelten Lokomotivbauarten der dritten Generation.

Die Jung RK 8 B wurde zwischen 1963 und 1972 in nur wenigen Exemplaren gebaut. Wenigstens zehn Lokomotiven sind noch vorhanden.

Liste der Jung RK 8 B
Fabriknummer Baujahr Erster Eigentümer Verbleib Fahrzeugregisternummer Anmerkungen
13431[1] 1962 Stahlwerke Brüninghaus, Werdohl Verbleib unbekannt 1989–2004(?) Hoesch, Schwerte-Westhofen
13432[2] 1962 Stahlwerke Kabel C. Pouplier jr. KG, Hagen-Kabel Finnentrop-Serkenrode (Denkmal) 1976–1996 Kalkwerk Grevenbrück
13433[3] 1962 Kraftwerk Stuttgart-Münster „281“ Finnforest, Bremen (Denkmal)
13633[4] 1962 Carl Freudenberg, Weinheim „296“ Eisenbahnmuseum Neustadt/Weinstraße 1987–2003 Straßenbahnmuseum Schönau
13634[5] 1963 Nienburger Glas „1“ Oensingen-Balsthal-Bahn 1984–2004 Meyer & Jäggi AG, Zofingen
13691 1964 Migros „1“ (Schweiz) Nestlé R&D Center Konolfingen
13692 1964 Kali-Chemie AG „M 2“ W. Schollmeyer KG
14036[6] 1968 Hütte Krems GmbH Museumstramway Mariazell-Erlaufsee
14037[7] 1968 Mineralölwerk Peine 2005 verschrottet
14126 1972 Rheinmetall GmbH MRCE Dispolok „Parsifal“ 2001–2006 Siemens Dispolok
14127 1971 Jung (Miet- und Vorführlokomotive) Elektrozinn AG (Schweiz) 1971–1976 Kabel- & Drahtfabriken GmbH, Mainz-Gustavsburg „1“
14128 1972 Bonner Zementwerk AG Brohltalbahn „D8“ 2003–2005 Richard Fogolin GmbH
14129 1971 Lonza AG, Schweizerhalle

Einzelnachweise

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  1. Jens Merte: Privatbahnforum: Re: Werklok Waggonbau Brüninghaus (mit Bild/Grafik). Abgerufen am 13. August 2012.
  2. Jens Merte: Bahn-Express: Denkmal, 57413 Finnentrop-Serkenrode. Abgerufen am 13. August 2012.
  3. Jens Merte: Bahn-Express: Finnforest Deutschland GmbH, Bremen. Abgerufen am 13. August 2012.
  4. rangierdiesel.de - Portrait Jung 13633. Abgerufen am 13. August 2012.
  5. rangierdiesel.de - Portrait Jung 13634. Abgerufen am 13. August 2012.
  6. Erhaltene Jung-Lokomotiven. Abgerufen am 18. Juni 2017.
  7. Jens Merte: Bahn-Express: Mobil Schmierstoff GmbH, Werk Peine, Peine-Mitte. Abgerufen am 13. August 2012.