Billy McCaffrey

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

William Joseph „Billy“ McCaffrey (* 30. Mai 1971 in Waynesboro)[1] ist ein ehemaliger US-amerikanischer Basketballspieler.

McCaffrey war bis 1989 Mitglied der Basketballschulmannschaft der Central Catholic High School in Allentown (US-Bundesstaat Pennsylvania).[2] Dort setzte er sich mit 2051 Punkten an die Spitze der ewigen Korbjägerliste.[3] Sein Bruder Ed spielte American Football in der National Football League (NFL).[4]

Er spielte von 1989 bis 1991 unter Trainerkoryphäe Mike Krzyzewski an der Duke University und gewann mit der Mannschaft 1991 den NCAA-Meistertitel. Im Endspiel gegen die University of Kansas erzielte er 16 Punkte.[5] Der 1,93 Meter messende Aufbauspieler war nach Christian Laettner der zweitbeste Korbschütze der Meistermannschaft.[6] Da er eigener Aussage nach das Basketballspielen mehr genießen wollte, entschied sich McCaffrey zum Hochschulwechsel und ging an die Vanderbilt University.[7] Im Spieljahr 1991/92 musste er aufgrund der NCAA-Wechselbestimmungen pausieren, anschließend erzielte er sowohl in der Saison 1992/93[8] als auch 1993/94 20,6 Punkte pro Spiel für Vanderbilt.[9] Damit war er jeweils bester Korbschütze der Mannschaft. 1993 wurde er als Spieler des Jahres der Southeastern Conference (SEC) ausgezeichnet. Im selben Jahr und 1994 war er zudem „All-American“.[10]

Sein erstes Jahr als Berufsbasketballspieler verbrachte er in Italien, dort spielte er für den Erstligisten Juve Caserta und erzielte in der Saison 1994/95 19 Punkte je Einsatz.[1] Danach zog es McCaffrey nach Australien, er verstärkte dort die Mannschaft South East Melbourne Magic, erzielte im 1996er Spieljahr 17,6 Punkte je Begegnung[11] und gewann mit Melbourne den Meistertitel in der NBL.[12] In der 1997er Sommersaison spielte er in seinem Heimatland bei Philadelphia Power in der United States Basketball League (USBL).[13] McCaffrey stand in der Saison 1997/98 beim deutschen Bundesligisten Ruhr Devils (ehemals TuS Herten) unter Vertrag,[14] Mitte Februar 1998 war die Mannschaft pleite und wurde vom Spielbetrieb zurückgezogen.[15] Im weiteren Verlauf des Jahres 1998 spielte McCaffrey abermals in Australien bei South East Melbourne Magic sowie ab Ende Oktober 1998 bei Connecticut Pride in der US-Liga CBA.[16] Während der Saison 1999/2000 spielte er für die Baltimore Bay Runners in der IBL, ebenfalls in seinem Heimatland.[17]

Ab dem Sommer 2001 arbeitete McCaffrey als Assistenztrainer an der St. Bonaventure University im US-Bundesstaat New York.[18] Als Cheftrainer Jan van Breda Kolff im März 2003 entlassen wurde, übernahm McCaffrey bei St. Bonaventure kurzzeitig die Aufgabe des Cheftrainers.[19] Im Juli 2003 wurde er als Assistenztrainer der University of Maine vorgestellt.[20] Er blieb ein Jahr im Amt. McCaffrey arbeitete in den folgenden Jahren als Trainer auf Schulebene, ab November 2014 war er Assistenztrainer der Basketballmannschaft am Moravian College[2] und später wieder Trainer von Schulmannschaften.[21]

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. a b McCaffrey, Bill. In: Legabasket Serie A. Ehemals im Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 2. Juni 2020.@1@2Vorlage:Toter Link/web.legabasket.it (Seite nicht mehr abrufbar. Suche in Webarchiven)
  2. a b Assistant Coach Bill McCaffrey. In: Moravian University. Abgerufen am 2. Juni 2020 (englisch).
  3. Lehigh Valley basketball great Bill McCaffrey joins Moravian College staff. In: Express-Times. 27. November 2014, abgerufen am 2. Juni 2020 (englisch).
  4. The McCaffrey Family. In: College Football Crazy. Abgerufen am 2. Juni 2020 (englisch).
  5. Billy McCaffrey will transfer to Vanderbilt. In: The Morning Call. Abgerufen am 2. Juni 2020 (englisch).
  6. 1990-91 Duke Blue Devils Roster and Stats. In: sports-reference.com. Abgerufen am 2. Juni 2020 (englisch).
  7. Leaving Champions Was the Right Move : College basketball: McCaffrey, The Guy Who Left Duke, says it was what he had to do. In: Los Angeles Times. 19. Dezember 1992, abgerufen am 2. Juni 2020 (englisch).
  8. 1992-93 Vanderbilt Commodores Roster and Stats. In: sports-reference.com. Abgerufen am 2. Juni 2020 (englisch).
  9. 1993-94 Vanderbilt Commodores Roster and Stats. In: sports-reference.com. Abgerufen am 2. Juni 2020 (englisch).
  10. Records And History. In: Vanderbilt University. Abgerufen am 16. Juni 2023.
  11. Billy Mccaffrey - Player Statistics. In: GameDay. Abgerufen am 2. Juni 2020 (englisch).
  12. Billy McCaffrey brings home a championship from Down Under. In: The Morning Call. Abgerufen am 2. Juni 2020 (englisch).
  13. USBL'S Power debut in Philadelphia. In: The Summer Pennsylvanian. Abgerufen am 2. Juni 2020 (englisch).
  14. Ruhr Devils mobilisieren die Fans. In: Rhein Zeitung. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 4. Juni 2020; abgerufen am 2. Juni 2020.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/archiv.rhein-zeitung.de
  15. "Imageschaden für Basketball". In: Rhein-Zeitung. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 4. Juni 2020; abgerufen am 2. Juni 2020.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/archiv.rhein-zeitung.de
  16. Transaction Wire. In: Pro Exposure Online. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 7. November 2020; abgerufen am 2. Juni 2020.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.proexposure.com
  17. The Tennessean from Nashville, Tennessee on December 14, 1999 · Page 81. In: The Tennessean. Abgerufen am 2. Juni 2020 (englisch).
  18. Billy McCaffrey. In: St. Bonaventure University. Ehemals im Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 2. Juni 2020 (englisch).@1@2Vorlage:Toter Link/gobonnies.sbu.edu (Seite nicht mehr abrufbar. Suche in Webarchiven)
  19. John Wawrow: St. Bonaventure's President Resigns. In: Midland Daily News. 9. März 2003, abgerufen am 2. Juni 2020.
  20. Ex-Bonnies Coach Joins Maine Staff. In: The New York Times. 9. Juli 2003, ISSN 0362-4331 (nytimes.com [abgerufen am 2. Juni 2020]).
  21. Billy McCaffrey. In: Linkedin.com. Abgerufen am 16. Juni 2023.