Edgar Kahn

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Edgar Kahn (* 22. Januar 1903 in Kehrenbach; † 1955 in Hamburg) war ein deutscher Bühnen-Schriftsteller, Drehbuchautor und Dramaturg.

Leben und Wirken

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Kahn hatte als Verlagsleiter in Berlin-Lichterfelde gearbeitet und mit Beginn der NS-Herrschaft auch eigene Bühnenstücke mit deutsch-nationalen, vor allem aber mit komödiantischen Inhalten geschrieben. Einige von ihnen wurden später auch verfilmt (Wie der Hase läuft, Spatzen in Gottes Hand, Die Erbschaft aus Amerika). Seit 1936 auch als Drehbuchautor tätig, rückte er bald zum Chefdramaturgen der Tobis auf. Bis 1945 schrieb Edgar Kahn die Manuskripte zu heiteren Stoffen, beteiligte sich aber mit Mein Sohn, der Herr Minister (Co-Autor: Karl Georg Külb) 1937 auch an einem expliziten NS-Propagandastück, das den Parlamentarismus in den Demokratien persiflierte. Zu dem Kriminalfilm Der Verteidiger hat das Wort lieferte er 1943 lediglich die Idee. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Kahn nur noch selten als Drehbuchautor tätig. Neben weiteren Lustspielmanuskripten lieferte er 1951 aber auch das (mehrfach umgeschriebene) Drehbuch zu dem von allerlei Querelen bezüglich des vorgesehenen Regisseurs Wolfgang Staudte begleiteten Kriminalfilm Gift im Zoo.[1]

Filmografie (komplett, ohne Ideenbeiträge)

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Veröffentlichungen

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  • 1933: Langemarck (Schauspiel)
  • 1934: Spatzen in Gottes Hand (Lustspiel, mit Ludwig Bender)
  • 1936: Wie der Hase läuft (Volkskomödie)
  • 1937: Devisen aus Kapstadt (Lustspiel)
  • 1938: Die Sache mit Gustchen (Volksstück)
  • 1943: Die ewige Kette – Regie: Lutz Heinle (Deutsches Nationaltheater Weimar)
  • Wilhelm Kosch: Deutsches Theater-Lexikon, Biographisches und bibliographisches Handbuch, zweiter Band, Klagenfurt u. Wien 1960, S. 942

Einzelnachweise

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  1. Vgl. dazu die Spiegel-Reportage Des Müllers Lust in: Der Spiegel, Ausgabe 50/1951