Fritz Egner

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Fritz Egner (* 3. August 1949 in München) ist ein deutscher Hörfunk- und Fernsehmoderator. Er gilt als Kenner der Rock/Pop-Szene Ende der 1960er und 1970er Jahre.

Leben und Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den 1970er Jahren arbeitete Fritz Egner zunächst als Toningenieur bei AFN am Sender München. Dort wurde er 1974 entdeckt, als er kurzfristig für einen ausgefallenen Moderator einsprang. 1979 wechselte er als Moderator zu Bayern 3, wo er sich mit seinen Kollegen Thomas Gottschalk und Günther Jauch anfreundete und diverse Co-Moderationen mit ihnen hatte.

Von 1985 bis 1994 moderierte Egner die Fernsehsendung Dingsda, in der Prominente Begriffe erraten mussten, die von Kindern umschrieben wurden. Er kommentierte für die ARD den Eurovision Song Contest 1990 in Zagreb und moderierte am 13. Dezember 1992 das Konzert Heute die – morgen du!, das als Antwort auf die rechtsextremistischen Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen sowie die Mordanschläge von Mölln stattfand. 1990 präsentierte Fritz Egner in der Reihe Showfritz Fernsehunterhaltung aus anderen Ländern.

Ab 1994 moderierte er die Sendungen Entweder Oder und Glücksspirale im ZDF.[1][2] Zwischen 1995 und 2003 moderierte er die Versteckte Kamera im ZDF. Von 1996 bis 2005 war Egner bei Sat.1 tätig und führte durch die Sendung WWW – Die Witzigsten Werbespots der Welt. 1995/96 moderierte er die Quizsendung XXO – Fritz & Co, 1996/1997 präsentierte Egner die Weltgeschichte des Tierfilms.[3]

Fritz Egner war regelmäßig als Moderator bei Bayern 3 zu hören. Er moderierte dort Fritz und Hits, das sich mit Mensch, Otto! – Stars am Sonntag mit Thorsten Otto abwechselte, sowie mehrfach Christmas Hits mit Fritz an Heiligabend.

Vom 13. Januar 2013 bis zur Einstellung der Sendung am 26. Juli 2015 moderierte er zudem sonntags im Wechsel mit Jürgen Hermann, Fred Kogel und Jim Sampson den Bayern 3 Kultabend – Der Soundtrack deines Lebens.[4]

Am 30. Juli 2015 wurde die Sendung Now & Then im BR Fernsehen ausgestrahlt. Dabei präsentierte er gemeinsam mit PULS-Moderatorin Christina Wolf die Geschichte der Disco-Musik.[5]

Im Dezember 2015 verließ Egner nach mehr als 35 Jahren Bayern 3. Seit dem 15. Januar 2016 moderiert er freitagabends von 20:00 bis 23:00 Uhr die Sendung „Fritz & Hits – die größten Künstler der Musikgeschichte“ in Bayern 1.[6]

In 50 Jahren hat Fritz Egner viele Stars der Musikwelt interviewt und ein Archiv mit über 400 Interviews, Fotos, persönliche Widmungen und Konzerttickets angelegt; darin finden sich Dokumente von Künstlern wie Mick Jagger, James Brown, Madonna, Sting, Phil Collins, ABBA oder Whitney Houston. 2024 wurde daraus ein Musik-Quiz gestaltet.[7]

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fritz Egner ist verheiratet und Vater einer Tochter und eines Sohnes. Er hat eine Sammlung von 25.000 LPs und 20.000 CDs[8].

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fritz Egner in: Internationales Biographisches Archiv 37/2004 vom 11. September 2004, im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Fritz Egner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Glück für Fritz Egner, Konstantin Lange in Berliner Zeitung vom 30. März 1995, abgerufen am 13. Januar 2016 (Memento vom 10. Januar 2015 im Internet Archive)
  2. Fritz Egners neue Mutproben erfolgen ohne Lotteriebeteiligung: Höhenangst am Hochhaus | Archiv - Berliner Zeitung. 10. Januar 2015, archiviert vom Original; abgerufen am 14. Mai 2024.
  3. imfernsehen GmbH & Co KG: Weltgeschichte des Tierfilms. 3. Dezember 1996, abgerufen am 14. Mai 2024.
  4. Bayern 3 Kultabend (Memento vom 16. Januar 2013 im Internet Archive)
  5. Bayerischer Rundfunk: Now & Then. 1. November 2015, abgerufen am 14. Mai 2024.
  6. Fritz und Hits, Homepage der Sendung, auf br.de, abgerufen am 13. Januar 2016 (Memento vom 21. März 2017 im Internet Archive)
  7. Quiz mit Fritz: Videogame für Musik-Fans angekündigt. 16. April 2024, abgerufen am 14. Mai 2024.
  8. Harold Faltermayer im Gespräch mit Fritz Egner, br.de, abgerufen am 13. Januar 2016 (Memento vom 25. Juni 2013 im Internet Archive)