Hugo Rothert

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Hugo Rothert (* 27. Oktober 1846 in Preußisch Oldendorf; † 13. Juni 1936 in Münster) war ein deutscher Pfarrer und Kirchenhistoriker.

Rothert studierte Evangelische Theologie an der Friedrichs-Universität und wurde 1866 im Corps Normannia-Halle aktiv.[1] Zum D. theol. promoviert, war er Pfarrer in Oelde, ab 1872 in Lippstadt, bis er am 1879 Pfarrer an St. Nicolai (Lemgo).[2] 1886 wechselte er in eine Pfarrstelle an Neu St. Thomae in Soest, wo er bis zum Eintritt in den Ruhestand 1914 wirkte.

1905 wurde er in die Historische Kommission für Westfalen aufgenommen. Die Westfälische Wilhelms-Universität promovierte ihn 1914 zum Dr. phil.[3] Im Ersten Weltkrieg veröffentlichte er eine historische Broschüre anlässlich von Paul von Hindenburgs militärischen Erfolgen in Kurland.[4] Von 1915 bis 1934 lehrte er als Dozent und Honorarprofessor westfälische Kirchengeschichte an der Westfälischen Wilhelms-Universität. Hermann Rothert war sein Sohn.

  • Ehrenmitglied der Historischen Kommission für Westfalen (1930)
  • Das Kirchspiel von St. Thomae zu Soest. Zur Geschichte einer evangelischen Gemeinde in Westfalen. Kurtze, Soest 1887 (Digitalisat).
  • Zur Kirchengeschichte der „ehrenreichen“ Stadt Soest. Bertelsmann, Gütersloh 1905 (Digitalisat); Neudruck NabuPress 2012, ISBN 978-1279927069.
  • Festschrift zur 300jährigen Gedächtnis-Feier d. ersten Märkischen Lutherischen Generalsynode. Westdeutscher Lutherverlag, Witten 1912.
  • Kirchengeschichte der Grafschaft Mark. Bertelsmann, Gütersloh 1913.
  • Der kirchliche Wiederaufbau nach dem Dreißigjährigen Kriege. Bertelsmann, Gütersloh 1924.
  • Kirchengeschichte des Westfälisch-Rheinischen Industriegebietes vom evangelischen Standpunkt. Friedrich Wilhelm Ruhfus, Dortmund 1926.
  • Die Minden-Ravensbergische Kirchengeschichte, 4 Bände. Selbstverlag des Vereins für Westfalische Kirchengeschichte 1927–1930.
  • Johann Moritz Schwager, eine westfälische Pfarrergestalt der Aufklärungszeit. Verlag Martin Warneck, Berlin 1929.

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Kösener Corpslisten 1930, 60/175.
  2. Lange, Andreas: »Ein frisches, fröhliches Gemeindeleben« Innere Mission und Vereinswesen als Faktoren kirchlicher Veränderung in der lutherischen Stadt Lemgo zwischen 1844 und 1886, Bielefeld 2018 (ISBN 978-3-7395-1091-0) S. 135.
  3. Dissertation: Das St. Patroklusstift zu Soest von seinen Ursprüngen bis in die Tage der Reformation.
  4. Gen Oistland wollen wy riden (Aus einem alten westfälischen Reiterliede). Auch eine Antwort auf die Frage: Was will Hindenburg in Kurland? Bertelsmann, Gütersloh 1915.