QRCF

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Mit QRCF (lateinisch Quando Rex Comitiavit Fas, dt. „Wenn der Rex sacrorum geopfert hat, Fas“) wurden im römischen Kalender die abschließenden Tage einer Nefas-Periode bezeichnet. Die zweieinhalbtägigen QRCF-Tage umfassten den Zeitraum vom 22. bis 24. Tag. In deren Mitte lag das Tubilustrium, eine eineinhalbtägig andauernde Kulthandlung. Die QRCF-Tage wurden entweder als C- oder als F-Tag eingestuft.

Aus den Berichten des Festus[1] geht hervor, dass in der fast vollständig zerstörten QRCF-Festus-Überschrift das Wort menstruis auf eine ursprünglich monatlich stattfindende Versammlung verwies. Im um 450 v. Chr. reformierten Kalender fielen die QRCF-Tage nur noch auf die Monate Martius und Maius, wobei die zugehörigen Quellen keinen Grund hierfür liefern. Möglicherweise ist der Grund in der Doppelbelegung von Feriae-Gottheiten zu sehen, da Volcanus bereits am 23. Sextilis mit der Volkanalia verbunden war. Mars hatte zudem bereits am 1. Martius einen „Feiertag“.

  • André Magdelain: „Quando Rex Comitiavit Fas“. In: Revue historique de droit français et étranger. 4. Serie, Band 58, Nr. 1, 1980, S. 5–11 [wieder abgedruckt in André Magdelain: Jus imperium auctoritas. Etudes de droit romain (= Collection de l’École française de Rome. Band 133). Ecole française de Rome, Rom 1990, S. 271–277 (Digitalisat)].
  • Jörg Rüpke: Kalender und Öffentlichkeit. Die Geschichte der Repräsentation und religiösen Qualifikation von Zeit in Rom (= Religionsgeschichtliche Versuche und Vorarbeiten. Bd. 40). de Gruyter, Berlin u. a. 1995, ISBN 3-11-014514-6, S. 215–218.

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Festus 310, 14 L.