San Matteo in Merulana

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Basisdaten
Patrozinium: Heiliger Matthäus (Apostel)
Architekt:
Architekturstil:
Titelkirche 112 – 23. Dezember 1801
Bauzeit:
Kirchweihe:
Ritus: Römischer Ritus
Adresse: Koordinaten: 41° 53′ 28,3″ N, 12° 30′ 8,6″ O

Kreuzung Via Merulana und Via Alfier

San Matteo in Merulana war eine römisch-katholische Kloster- und Titelkirche in Rom (lat. Titulus Sancti Matthaei). Sie wurde vom Bischof von Rom Alexander I. 112 zur Titelkirche erklärt. Am 1. März 499 wurde sie in der Liste einer römischen Synode aufgeführt. Papst Gregor der Große schaffte den Titel ab.

Die Kirche wurde unter Papst Paschalis II. im Jahre 1110 wiedererrichtet. Papst Innozenz III. 1212 ließ sie restaurieren und ein Hospiz im Süden erbauen. Kirche und Hospiz wurden dem Kreuzherrenorden von Bologna zur Betreuung anvertraut. Am Ende des Mittelalters war der Orden verfallen.[1] 1477 wurde ihm die Fürsorge für die Kirche entzogen und sie wurde dem Augustinerorden übergeben. 1499 kam eine byzantinische Ikone in die Kirche, die von italienischen Kaufleuten aus Kreta gestohlen worden war und welche später als Gnadenbild Unserer Lieben Frau von der immerwährenden Hilfe bekannt wurde.

Papst Leo X. erhob San Matteo 1517 wieder zur Titelkirche. Während der Regierungszeit von Papst Innozenz X. wurde die Kirche als verfallen bezeichnet und der als Reliquie verehrte Arm des Evangelisten Matthäus wurde nach Santa Maria Maggiore gebracht. In der Regierungszeit von Papst Clemens IX. (1667–1669) wurde San Matteo wiederaufgebaut. 1776 beschloss Pius VI., dass keine Kardinäle mehr für diesen Titel ernannt werden sollen. Am 23. Dezember 1801 wurde der Titel von Papst Pius VII. auf Santa Maria della Vittoria übertragen, da die Kirche baufällig geworden war. Während der französischen Besatzung Roms im Jahre 1810 wurden die Gebäude abgerissen.

Das Gnadenbild kam 1819 in die Kirche Santa Maria in Posterula und wurde 1866 in die Kirche des Erlösers und des heiligen Alfons von Liguori gebracht.

Kardinalpriester

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  1. Er wurde 1656 von Papst Alexander VII. aufgelöst.